{"id":1,"date":"2023-12-13T13:20:50","date_gmt":"2023-12-13T12:20:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.antecedo.eu\/?p=1"},"modified":"2024-10-12T12:06:16","modified_gmt":"2024-10-12T10:06:16","slug":"kapitalmarktausblick-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antecedo.eu\/en\/kapitalmarktausblick-2024\/","title":{"rendered":"Kapitalmarktausblick 2024"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">IM TOTEN WINKEL<\/h2>\n\n\n\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte \u00f6konomische Risiko ist weg. Das Risiko stark steigender Zinsen in den kommenden zw\u00f6lf Monaten war seit der Niedrigzinsphase immer latent vorhanden, ohne dass es eine historische Erfahrung gab, mit was zu rechnen ist, wenn der Zins von so niedrigen Niveaus wieder stark ansteigt. Dies ist in den letzten beiden Jahren geschehen, ohne dass der gro\u00dfe Crash ausgel\u00f6st wurde. Die Notenbanken haben hier eine Leistung vollbracht, die ihnen zuvor kaum einer zugetraut hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00f6konomische Prozess dieser Zinserh\u00f6hungsphase ist noch nicht abgeschlossen, denn die bisher erfolgten Zinserh\u00f6hungen werden ihre vollen Auswirkungen erst mit Zeitverz\u00f6gerung im kommenden Jahr zeigen. Nach heutigem Erkenntnisstand sind die Inflationsraten schon deutlich zur\u00fcckgekommen, und zumindest zeitweise sind Inflationsraten mit einer zwei vor dem Komma gut m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklung w\u00fcrde den Raum f\u00fcr Zinssenkungen \u00f6ffnen, und je schlechter die wirtschaftlichen Daten werden, desto st\u00e4rker k\u00f6nnten die Zinsen sinken. F\u00fcr die Aktienm\u00e4rkte w\u00e4re dies gar kein schlechtes Szenario, auch wenn 2024 das Jahr einer leichten Rezession werden sollte. Dabei halten wir eine Rezession in den USA aufgrund der hohen Servicelastigkeit der Wirtschaft f\u00fcr unwahrscheinlich. In Europa sind die Aussichten schon schlechter und die Rezessionswahrscheinlichkeit deutlich h\u00f6her. Hierbei ist Deutschland sogar noch im hinteren Feld der europ\u00e4ischen Staaten zu erwarten, weshalb unsere in Deutschland mental wahr-genommene \u00f6konomische Situation vermutlich nicht einfach auf die ganze Welt \u00fcbertragbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Ausblick besch\u00e4ftigt sich in erster Linie mit den Chancen und Risiken der Kapitalm\u00e4rkte und besonders der Aktienm\u00e4rkte im kommenden Jahr. Dabei ist unsere Vorgehensweise keine rein \u00f6konomische, indem wir Modelle erstellen, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass wir beispielsweise die Inflation h\u00f6her oder niedriger sehen als andere Marktteilnehmer. Unsere Herangehensweise ist eine statistische, beruhend auf allgemein verf\u00fcgbaren Marktdaten. Dabei vergleichen wir die aktuellen Erwartungen mit \u00e4hnlichen Konstellationen der Vergangenheit, um aus der Verteilung der danach eingetretenen Ereignisse abzuleiten, ob die aktuelle Situation besonders riskant oder sehr chancenreich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die von den M\u00e4rkten erwartete Zinsentwicklung haben wir schon zu Beginn dargestellt. Wie aber sieht es mit den Bewertungen und den Gewinnerwartungen der Aktienm\u00e4rkte aus? Die folgende Tabelle soll hierzu einen \u00dcberblick f\u00fcr die wichtigsten Aktienm\u00e4rkte geben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.antecedo.eu\/files\/antecedo\/artikel\/publikationen\/Grafiken\/2023-04\/Antecedo%20Newsletter%2004_2023-01.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Gemessen an ihren historischen Durchschnittsbewertungen liegen vor allem die Technologieaktien etwas \u00fcber ihrem langfristigen Durchschnitt. Hier werden aber auch die Gewinnsteigerungen deutlich h\u00f6her er-wartet als in den anderen Marktsegmenten. Gemessen an den historischen Verteilungen bei \u00e4hnlichen Bewertungsniveaus gibt es keinen Grund anzunehmen, dass die Aktienm\u00e4rkte aufgrund der Bewertungen im n\u00e4chsten Jahr fallen m\u00fcssten. Das \u00dcberraschungsmoment bei der Gewinnentwicklung k\u00f6nnte in vielen F\u00e4llen sogar auf der positiven Seite liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>In unsere statistischen Modelle gehen auch noch Faktoren wie die Optionsvolatilit\u00e4ten ein, die derzeit nahe den historischen Tiefpunkten liegen. In der Summe aller Faktoren zeigen unsere Auswertungen derzeit kein erh\u00f6htes Risiko von Seiten der Kapitalmarktdaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des Faktors, dass auch keine \u00fcberdurchschnittlich hohen Gewinnsteigerungen zu erwarten sind, sieht es in unseren Modellen f\u00fcr 2024 nach einem durchschnittlichen Aktienjahr aus. Da unsere statistischen Modelle immer in Verteilungen denken und die Zukunft nat\u00fcrlich nicht sicher vorhergesagt werden kann, geben wir in jedem Jahresausblick auch immer eine Verteilung f\u00fcr vier m\u00f6gliche Aktienmarktszenarien an. Die erste M\u00f6glichkeit ist das Szenario einer positiven \u00dcberraschung mit Gewinnen am Aktienmarkt von \u00fcber 20% im Jahr. Durchschnittliche Kursanstiege sehen wir in einem Bereich zwischen 0% und 20%. Ein moderater Kursverlust geht bis -15% im Kalenderjahr, und Crash ist alles schlechter als -15%.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.antecedo.eu\/files\/antecedo\/artikel\/publikationen\/Grafiken\/2023-04\/Antecedo%20Newsletter%2004_2023-02.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Einsch\u00e4tzung f\u00fcr 2024 ist gegen\u00fcber der Verteilung des Vorjahres auff\u00e4llig, dass der Anteil der positiven Marktszenarien gestiegen, aber das \u00dcberraschungspotenzial gesunken ist. Die Zinsanstiege liegen jetzt hinter uns. Im Vergleich zur historischen Verteilung ist die Crash-Wahrscheinlichkeit mit 20% aber immer noch au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch. Wieso, wenn doch die Kapitalmarktdaten alle nicht schlecht aussehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der reinen Analyse der Kapitalmarktdaten betrachten wir auch Risikoszenarien und versuchen, diese mit Wahrscheinlichkeiten zu versehen. Ein einzelnes Risikoszenario hat dabei normalerweise keine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit. Aber eine politisch instabile Welt erzeugt eine Vielzahl von m\u00f6glichen Risiko-szenarien, die in der Summe dann eine recht hohe Wahrscheinlichkeit besitzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Jahresausblick kann nicht so umfassend sein, dass wir hier alle denkbaren Krisenherde analysieren. Doch letztendlich werden f\u00fcr die globale Wirtschaftsentwicklung die Entwicklungen in den USA und China ma\u00dfgeblich sein. Deshalb werden wir die Situation in diesen Volkswirtschaften ausgiebiger ansprechen und dazwischen zumindest die wichtigsten lokalen Krisenherde betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>USA im Wahljahr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Dienstag, den 5. November 2024, findet die Pr\u00e4sidentschaftswahl in den USA statt. Sicher eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres. Wie es bisher aussieht, kommt es erneut zur Auseinandersetzung zwischen Joe Biden und Donald Trump. Das ist noch nicht in Stein gemei\u00dfelt, denn amerikanische Vorwahlen sind gepr\u00e4gt von Favoritenst\u00fcrzen, und auch das Alter der Kandidaten oder laufende Gerichtsverfahren k\u00f6nnten hier noch eine \u00fcberraschende Wende herbeif\u00fchren. Aber nach derzeitigem Kenntnisstand ist dies die wahrscheinlichste Konstellation. Dieses Mal unter v\u00f6llig umgekehrten Vorzeichen als 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn jetzt ist es Biden, der unter notorisch schlechten Umfragewerten leidet, und Trump ist in seiner Lieblingsposition als selbsternanntes Sprachrohr aller Unzufriedenen. Bei unserer Wahlprognose vor vier Jahren hatten wir die Aussichten eines Wahlsieges von Biden gegen\u00fcber Trump mit 60 zu 40 beziffert. Nach Analyse der heutigen Fakten kommen wir zum genau umgekehrten Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.antecedo.eu\/files\/antecedo\/artikel\/publikationen\/Grafiken\/2023-04\/Antecedo%20Newsletter%2004_2023-03.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Um die Chancen seiner Wiederwahl zu erh\u00f6hen, m\u00fcsste Biden in diesen drei Bereichen punkten:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Es m\u00fcsste einen stabilen Aufschwung mit guten Besch\u00e4ftigungszahlen und realen Einkommenszuw\u00e4chsen geben. Auf diesem Feld ist die Biden-Administration bisher mit verschiedenen Infrastruktur- und Konjunkturprogrammen aktiv und wird, sofern sie die Mittel bekommt, diese Aktivit\u00e4ten 2024 eher ausweiten.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Inflation muss auf ein niedriges Niveau fallen und dort verbleiben. Dies ist eigentlich nicht der Aufgabenbereich der Regierung, sondern der Fed. Aber es waren die hohen Energiepreise, die Bidens Ansehen am st\u00e4rksten belastet haben. In jedem Fall wird die Regierung jede Zinssenkung beklatschen und versuchen, Druck auf Energieproduzenten auszu\u00fcben, um den Gasoline-Preis so niedrig wie m\u00f6glich zu halten.<\/li>\n\n\n\n<li>Bei der Unterst\u00fctzung der Ukraine m\u00fcssten sich Entwicklungen abzeichnen, die das finanzielle Engagement der USA rechtfertigen. Dies kann auch ein f\u00fcr die Ukraine nachteiliges Abkommen sein, sofern es die Amerikaner nicht als Niederlage empfinden.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Auf der anderen Seite wird das \u201eTrump-Lager\u201c auf eine m\u00f6glichst schlechte Wirtschaftsentwicklung hoffen und allen konjunkturellen Ma\u00dfnahmen mit dem Verweis auf die zu hohen Schulden die Finanzierungsgrundlage entziehen wollen. Wie weit die republikanische Mehrheit im Repr\u00e4sentantenhaus hier gehen wird, ist schwer einzusch\u00e4tzen. Dies ist aber einer der gro\u00dfen Risikofaktoren f\u00fcr 2024, denn ein langer Shutdown oder sogar der technische Zahlungsausfall der USA sind latent vorhandene Risiken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Risikofaktor USA versch\u00e4rft sich noch, wenn man bedenkt, dass es gegen Trump vor Gericht Schuldspr\u00fcche geben k\u00f6nnte, die eine Kandidatur ausschlie\u00dfen oder ihn sogar ins Gef\u00e4ngnis bringen k\u00f6nnten. In der polarisierten politischen Situation der USA ist es schwer vorstellbar, was eine solche Entwicklung, so gerecht sie sein mag, bewirken w\u00fcrde. Kompromisse in den Parlamenten sind dann kaum noch zu erwarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollte Trump am Ende tats\u00e4chlich Pr\u00e4sident werden, dann w\u00fcrde wieder ein Mann ins Oval Office einziehen, bei dem die christliche Vergebung nicht zu den hervorstechendsten Eigenschaften geh\u00f6rt. In einer zweiten Amtszeit w\u00fcrde Trump noch st\u00e4rker versuchen, zu ihm loyale Personen in verantwortungsvolle Positionen zu bringen. Das w\u00fcrde Mitte 2026 auch die Fed betreffen, denn das Mandat von Jerome Powell l\u00e4uft dann aus. Das Gef\u00e4hrliche an Donald Trump war bisher nicht eine einzelne Entscheidung, sondern sein Bestreben, demokratische Institutionen aus pers\u00f6nlichen Motiven zu schw\u00e4chen. Und im Falle einer Wiederwahl wird er ganz sicher schon an seine Nachfolge denken. Ich w\u00e4re gespannt, welche Funktion Donald Trump Junior in einer m\u00f6glichen Regierung einnehmen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Trumps Weltbild ist gepr\u00e4gt von der Vorstellung von \u201eGewinnern\u201c und \u201eVerlierern\u201c. Dass in der \u00d6konomie auch alle Seiten Gewinner sein k\u00f6nnen, kommt eher nicht vor. Damit ist auch seine Wirtschaftspolitik rein national ausgerichtet. \u201eAmerica first\u201c eben. Im Falle von Trumps Wahl zu erwarten w\u00e4ren:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Erneuter Ausstieg aus dem Klimaabkommen<\/li>\n\n\n\n<li>Streichung aller Ausgaben des \u201egreen deals\u201c und Reduzierung sozialer Leistungen<\/li>\n\n\n\n<li>Ausweitung der amerikanischen fossilen Energief\u00f6rderung<\/li>\n\n\n\n<li>Steuersenkungen und erh\u00f6hte Milit\u00e4rausgaben<\/li>\n\n\n\n<li>Liberalisierungen im Finanzsektor, bei Gentechnik, bei Datensicherheit<\/li>\n\n\n\n<li>Verlagerung der au\u00dfenpolitischen Priorit\u00e4ten nach Asien<\/li>\n\n\n\n<li>Neubewertung der Zusammenarbeit mit Europa vor dem Hintergrund des amerikanischen Handelsdefizits und geringer Verteidigungsausgaben Europas<\/li>\n\n\n\n<li>Reduzierung finanzieller und milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzung, die nicht direkt im amerikanischen Interesse (nach Auffassung Trumps) liegt<\/li>\n\n\n\n<li>Versch\u00e4rfung des Handelskonflikts mit China mit dem Ziel des Abbaus des chinesischen Handels\u00fcberschusses<\/li>\n\n\n\n<li>Extrem versch\u00e4rfte Einwanderungspolitik<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>So unwirklich vielen Europ\u00e4ern diese Liste erscheinen mag, in den USA ist vieles davon popul\u00e4r, und einiges w\u00e4re auch von jedem anderen m\u00f6glichen Pr\u00e4sidenten zu erwarten, sollte er nicht Joe Biden hei\u00dfen. Kurzfristig w\u00e4re von einem solchen Programm ein positiver Einfluss auf die Aktienm\u00e4rkte, zumindest in den USA, zu erwarten. Ob auf Dauer eine rein an kurzfristigen nationalen Interessen ausgerichtete Politik \u00f6konomisch gesehen die beste Wahl ist, bliebe abzuwarten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Risikoregion Europa<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon aus der vorherigen Aufz\u00e4hlung ersichtlich, k\u00f6nnte Europa schwierigen Zeiten im Verh\u00e4ltnis zu den USA entgegensehen. Dabei hat die europ\u00e4ische Union, mit ihren auf Konsens ausgerichteten Strukturen, schon heute gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeiten, tragf\u00e4hige Entscheidungen zu treffen. Mit der Europawahl An-fang Juni 2024 wird dies voraussichtlich noch schwieriger werden. Dem allgemeinen Trend folgend ist da-mit zu rechnen, dass national gesinnte bis hin zu rechtsextremen Parteien zusammen mehr Mandate erreichen werden als die bisher zweitst\u00e4rkste Fraktion der Sozialisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit wird eine Entscheidungsfindung im Parlament noch schwieriger als zuvor. Um beispielsweise die europ\u00e4ische Kommission zu w\u00e4hlen, was die Voraussetzung f\u00fcr die Aufnahme der T\u00e4tigkeiten auf europ\u00e4ischer Ebene nach der Wahl ist, m\u00fcssten dann schon alle klassischen Parteienbl\u00f6cke (Konservative, Sozialisten, Gr\u00fcne und Liberale) zusammenarbeiten. Oder es m\u00fcsste eine Konstellation mit einem der rechten Parteienb\u00fcndnisse geben. In beiden F\u00e4llen w\u00e4ren das aber Einigungen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Die gro\u00dfe Reform der EU ist so nicht in Sicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese w\u00e4re aber notwendig, um wieder einen eigenen Gestaltungsrahmen zu gewinnen. Denn ohne diesen wird Europa in der aktuellen Umbruchphase gegen\u00fcber den f\u00fchrenden Nationen, auch \u00f6konomisch, nur unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielen k\u00f6nnen. Die n\u00e4chste Grafik zeigt einen Vergleich der Einkaufsmanager-Indizes (Industrie- und Servicesektor getrennt) in den USA und der Eurozone.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen davon, dass der europ\u00e4ische Industriesektor fast sicher in eine Rezession l\u00e4uft, ist vor allem der Vergleich der Serviceindizes wichtig. Denn diese spiegeln vom Volumen heute gr\u00f6\u00dfere Anteile der Wirtschaft wieder als der Industriesektor. Und hier sehen wir in den USA eine viel bessere und konstantere Entwicklung als in Europa. Google, Amazon und Co. machen es m\u00f6glich. Die Gefahr, dass Europa immer weiter zur\u00fcckf\u00e4llt, ist da. Und was ist eine Wirtschaftsgemeinschaft wert, die nur den eigenen Niedergang verwaltet? Geert Wilders, der Wahlsieger in den Niederlanden, w\u00fcrde aus der Union austreten, wenn er daf\u00fcr eine, heute noch nicht m\u00f6gliche, Mehrheit bekommen k\u00f6nnte. Der Trend, der EU den R\u00fccken zu kehren, ist immer noch intakt. F\u00fcr 2024 ist das Risiko eines weiteren Zerfalls der EU vermutlich noch gering, aber 2027 steht die Pr\u00e4sidentschaftswahl in Frankreich an mit einer aus heutiger Sicht favorisierten Marine Le Pen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.antecedo.eu\/files\/antecedo\/artikel\/publikationen\/Grafiken\/2023-04\/Antecedo%20Newsletter%2004_2023-04.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Risiko, das sich aus dieser Konstellation f\u00fcr das kommende Jahr ergibt, ist, dass die Bek\u00e4mpfung der wirtschaftlichen Schw\u00e4che in Europa \u00fcberwiegend auf die EZB verlagert wird. Kommt sie diesen W\u00fcnschen nach, wird dies den Euro schw\u00e4chen und die Inflation wieder ansteigen lassen. Kommt sie dem nicht nach, dann wird Europa sehr wahrscheinlich die schon erwarteten niedrigen Wachstumsraten noch unterbieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem bedauerlichen Zustand der europ\u00e4ischen Institutionen ist in Europa auch der seit fast zwei Jahren anhaltende Krieg in der Ukraine immer noch ein Risikofaktor. \u00d6konomisch gesehen, nachdem die Ab-koppelung des Westens von Russland weitgehend vollzogen ist, ist die wirtschaftliche Bedeutung dieses Konflikts gering. Das k\u00f6nnte sich \u00e4ndern, wenn es zu einem Unfall in einem ukrainischen Atomkraftwerk kommen sollte oder zu einem Einsatz von Massenvernichtungswaffen, da dies zu einer direkten Konfrontation mit der NATO f\u00fchren k\u00f6nnte. Eine gr\u00f6\u00dfere Wahrscheinlichkeit haben beide Szenarien nicht. Das \u00f6konomisch positive \u00dcberraschungspotenzial liegt in einer vielleicht doch m\u00f6glichen Verhandlungsl\u00f6sung. Denn die w\u00fcrde sicher auch Russlands R\u00fcckkehr auf die internationalen Rohstoffm\u00e4rkte beinhalten und dann deutlichen Druck auf die Inflationsraten aus\u00fcben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Risikoregion Naher Osten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl latent als Risiko immer vorhanden, ist der Nahe Osten erst seit dem \u00dcberfall der Hamas auf Israel auch \u00f6konomisch wieder ins Blickfeld ger\u00fcckt. Wirtschaftlich gesehen gehen von diesem Konflikt zwei Risiken aus: Erstens, dass bei einer Ausweitung des Konflikts die globale \u00d6lversorgung gef\u00e4hrdet wird. Und zweitens, dass Terroranschl\u00e4ge wie jene vom 11. September 2001, das Konsumentenvertrauen in den Industriestaaten ersch\u00fcttern k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Je l\u00e4nger der Konflikt in Pal\u00e4stina die muslimische Welt bewegt, desto wahrscheinlicher werden Terroranschl\u00e4ge in Staaten, die Israel unterst\u00fctzen. Eine Vielzahl kleinerer Anschl\u00e4ge ist sehr wahrscheinlich. Ein gro\u00dfer Anschlag eher nicht. Insoweit war Amerikas Krieg gegen den Terror erfolgreich, dass den meisten Organisationen heute daf\u00fcr die M\u00f6glichkeiten fehlen sollten. Anders s\u00e4he dies bei Terrororganisationen aus, die vom Iran unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb steht der Iran im Zentrum dieser \u00dcberlegungen. Denn ohne dessen Zustimmung ist ein gro\u00dfer An-schlag nur schwer denkbar. Und nur der Iran w\u00e4re in der Lage, die Durchfahrt durch den Persischen Golf zu sperren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Iran handelt wie fast alle autorit\u00e4ren Regime unter einer Pr\u00e4misse, hinter der alles andere zur\u00fccktritt: Erhalt der eigenen Macht. Und hier steht das Regime auf t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfen. Die Angriffe auf Israel hatten das Ziel, die Ann\u00e4herung zwischen Israel und den arabischen Staaten, vor allem Saudi-Arabien, zu untergraben und die eigene Isolation zu lockern. Eine echte Konfrontation mit den USA, die das Ende der Theokratie im Iran bedeuten k\u00f6nnte, wird voraussichtlich nicht stattfinden. Das bedeutet: Es gibt dieses Risiko, aber die Eintrittswahrscheinlichkeit ist eher gering.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chinesisch Roulette<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die derzeit greifbarsten \u00f6konomischen Risiken resultieren aus der Situation in China. Auch wenn die offiziellen Wachstumsraten immer noch bei gut 5% p.a. liegen, so darf man doch fragen, warum dies so ist. Denn eine Vielzahl anderer Daten zeichnet ein viel d\u00fcsteres Bild der chinesischen Wirtschaft. Allen voran der Immobilienmarkt, wo die Preise in den meisten Regionen seit \u00fcber zwei Jahren sinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Probleme des insgesamt 57 Billionen US-Dollar schweren Immobiliensektors erreichen mittlerweile auch den Finanzsektor. Neben dem schon angeschlagenen System der Schattenbanken sollen auch die klassischen Kreditbanken auf staatliche Weisung hin verst\u00e4rkt ungesicherte Kredite an Immobilienentwickler vergeben, um hierdurch diesen Sektor zu stabilisieren. Instabiler wird dadurch nat\u00fcrlich der Finanzsektor. Aber politische Lenkung der Kreditvergabe ist eines der zentralen Elemente der heutigen chinesischen Wirtschaftspolitik. So ist es auch zu erkl\u00e4ren, dass heute nur noch ca. 15% der neuen Kredite in die Privatwirtschaft vergeben werden, der B\u00e4renanteil aber an staatliche Firmen und Institutionen geht. Als Ergebnis sehen wir unter anderem, dass die Aktienbewertungen vieler chinesischer Banken heute auf Niveaus gesunken sind, die denen amerikanischer Banken w\u00e4hrend der Finanzkrise gleichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch auch die gro\u00dfz\u00fcgig gelenkte Kreditvergabe kann bisher nicht verhindern, dass sich China einem Deflationsszenario n\u00e4hert. W\u00e4hrend fast die gesamte restliche Welt zu hohe Inflationsraten bek\u00e4mpft, sieht die Situation in China mit negativen Inflationsdaten v\u00f6llig anders aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.antecedo.eu\/files\/antecedo\/artikel\/publikationen\/Grafiken\/2023-04\/Antecedo%20Newsletter%2004_2023-05.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr hat die chinesische Notenbank zwar schon die Zinsen leicht gesenkt und den Banken direkt Liquidit\u00e4t zugef\u00fchrt, aber die ganz gro\u00dfen Schritte zur Krisenbew\u00e4ltigung scheuen die offiziellen Stellen in China noch. Dies k\u00f6nnten Negativzinsen, gro\u00dfe Konjunkturprogramme, staatliche \u00dcbernahmen der Immobilienentwickler oder massive staatliche Unterst\u00fctzungen der Banken sein (z.B. Bad Banks f\u00fcr notleidende Kredite). Aber jeder dieser Schritte w\u00e4re unweigerlich mit einer deutlich h\u00f6heren Verschuldung verbunden. Und die Gesamtverschuldung ist mit 272% der Wirtschaftsleistung f\u00fcr ein Schwellenland schon sehr hoch (Durchschnitt anderer Schwellenl\u00e4nder 2022: 124% des BIP). Dies w\u00fcrde dann die Stabilit\u00e4t der chinesischen W\u00e4hrung und die Investitionen in China gef\u00e4hrden. Und dabei beginnen ausl\u00e4ndische Investoren schon jetzt, China weniger Beachtung zu schenken, wie ein Blick auf die Direktinvestitionen zeigt, die im letzten Quartal zum ersten Mal \u00fcberhaupt absolut negativ ausfielen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.antecedo.eu\/files\/antecedo\/artikel\/publikationen\/Grafiken\/2023-04\/Antecedo%20Newsletter%2004_2023-06.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den chinesischen Masterplan der \u201eZwei Kreise\u201c ist aber die eigene W\u00e4hrung und Bonit\u00e4t von gro\u00dfer Bedeutung. Denn wie soll die Dominanz und der Zugriff auf die Rohstoffe der Entwicklungsl\u00e4nder gelingen, wenn man selbst als wirtschaftlich schwach angesehen wird. Und das wichtigste Entwicklungsziel der n\u00e4chsten Jahre ist es, Amerika die Technologie- und Marktf\u00fchrerschaft in den meisten Zukunftstechnologien abzunehmen. Dann w\u00fcrde China zur bestimmenden \u00d6konomie der Welt, deren W\u00e4hrung so nachgefragt w\u00fcrde, dass man dann gefahrlos die Verschuldung erh\u00f6hen k\u00f6nnte. Dies ist Grundlage des \u201eTech-Krieges\u201c zwischen China und den USA.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Land, das die wichtigsten Rohstoffe zumindest in der Menge des eigenen Bedarfs kontrolliert und staatlich gelenkt auch die technologische Entwicklung bestimmt, das k\u00f6nnten auch die \u00f6konomischen Tr\u00e4ume von Donald Trump sein. Hier zeigt sich das Konfliktpotenzial der beiden Superm\u00e4chte. Ich pers\u00f6nlich habe Zweifel, ob eine solche staatlich gelenkte Entwicklung \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist. Denn es gelingt mir einfach nicht, mir eine Lenkungsbeh\u00f6rde vorzustellen, die nicht immer sympathische Fantasten wie Steve Jobs, Jeff Bezos oder Elon Musk f\u00f6rdern w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die angestrebte Dominanz Chinas, zun\u00e4chst im asiatischen Raum, beinhaltet als Risikofaktor auch die M\u00f6glichkeit eines milit\u00e4rischen Konflikts. Dabei geht es zun\u00e4chst um die \u00f6konomische Nutzung in den angrenzenden Meeren. Doch am bedeutsamsten ist die Taiwanfrage. Nicht weil China diese Insel strategisch unbedingt ben\u00f6tigt, sondern weil Taiwan zeigt, dass Chinesen auch ohne die KP in noch gr\u00f6\u00dferem Wohlstand leben k\u00f6nnen. Ein echtes Kr\u00e4ftemessen halten wir f\u00fcr unwahrscheinlich. Doch je schw\u00e4cher, unzuverl\u00e4ssiger oder ersch\u00f6pfter die USA erscheinen, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Peking versucht herauszufinden, wie weit es gehen kann. Mit den massiven Goldk\u00e4ufen Chinas in diesem Jahr versucht man, sich unabh\u00e4ngiger von m\u00f6glichen Sanktionen der USA zu machen, auch vor dem Hintergrund einer m\u00f6glichen Pr\u00e4sidentschaft Donald Trumps.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inflation, was kommt als \u00dcbern\u00e4chstes?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell sieht es so aus, dass die Notenbanken im kommenden Jahr ihrem Zwei-Prozent-Inflationsziel zumindest sehr nahekommen k\u00f6nnen. Die Anleihem\u00e4rkte erwarten derzeit schon Zinssenkungen von knapp 1,5% f\u00fcr 2024. Doch ist der Inflationstrend wirklich gebrochen oder legt er nur eine Pause ein? Eine Reihe von Gr\u00fcnden sprechen f\u00fcr die zweite M\u00f6glichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst die Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung. Denn trotz schw\u00e4chelnder Wirtschaft ist die Besch\u00e4ftigungssituation in den meisten Industriel\u00e4ndern gut. Daraus resultieren \u00fcberdurchschnittlich hohe Lohnsteigerungen. Die n\u00e4chste Grafik zeigt die Lohn- und Inflationsentwicklung in den USA.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.antecedo.eu\/files\/antecedo\/artikel\/publikationen\/Grafiken\/2023-04\/Antecedo%20Newsletter%2004_2023-07.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn wir die coronabedingten Ausschl\u00e4ge der Jahre 2020 und 2021 au\u00dfer Acht lassen, dann zeigt sich uns das Bild, dass die Lohnsteigerungen schon seit l\u00e4ngerem die Inflation mit nach oben ziehen. Die niedrigen Lohnsteigerungen von zwei Prozent und weniger waren m\u00f6glich in Jahren, als die Arbeitslosigkeit bei 6% bis 8,5% lag. Mit 3,7% sind wir heute davon weit entfernt. Aktuelle Lohnanstiege von 4% m\u00fcssten alleine schon reichen, um die Inflationsrate \u00fcber 2% zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch es kommen noch zwei Faktoren hinzu, die es so in der Vergangenheit nicht gegeben hat. Einmal die nachlassende internationale Zusammenarbeit. Und als zweites die Auswirkungen der Klimakrise. Die Klimaver\u00e4nderungen werden sich auf Dauer auch in den Inflationsraten niederschlagen. Zum einen, weil zum Schutz vor Extremwetter und Sturmfluten Bauen und damit Mieten, Hotels, Versicherungen und Urlaub teurer werden m\u00fcssen. Zum anderen, weil die Gefahr von Missernten steigt, sich die zunehmende CO2-Bepreisung niederschl\u00e4gt und die Entwicklung neuer Technologien zun\u00e4chst einen hohen Verbrauch von Ressourcen bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schwer, die letzten beiden Punkte in Zahlen vorherzusagen. Zumal deren Inflationsauswirkungen vermutlich nicht kontinuierlich, sondern schubweise ersichtlich werden. Deshalb ist es nicht unrealistisch anzunehmen, dass wir in den n\u00e4chsten Jahren keine in eine Richtung gehende Inflationsentwicklung sehen werden, sondern dass unterschiedliche Phasen einander abwechseln. Sofern keine harte Rezession eintritt, sollte das Zwei-Prozent-Inflationsziel eher die untere Schwelle der zuk\u00fcnftigen Inflationsentwicklung darstellen als deren Mittelwert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn dieses Ausblicks hatten wir dargestellt, dass mit Blick auf die aktuellen Finanzdaten 2024 ein gutes Aktienjahr werden sollte. Doch wir mussten auch feststellen, dass es derzeit so viele Risikofaktoren wie selten zuvor gibt. Die wichtigsten hiervon haben wir versucht darzustellen. Doch greifbar \u201edas muss so kommen\u201c ist kaum etwas. Wir k\u00f6nnen erahnen, dass sich bedeutende Entwicklungen vollziehen, doch wir sehen sie nur verschwommen. Aus unserer heutigen Perspektive, im toten Winkel.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dieser Ausgangslage sollte sich der Anleger Gedanken \u00fcber die Risiken seiner Investitionen machen. Alles verkaufen ist sicher nicht die L\u00f6sung, denn daf\u00fcr sind die Basisdaten zu gut. Aus guter Tradition geben wir an dieser Stelle immer eine Prognose f\u00fcr die Performancereihenfolge der Aktienm\u00e4rkte in 2024 ab. F\u00fcr das kommende Jahr sehen wir die USA vor Asien (mit Konjunkturma\u00dfnahmen in China) und Europa. Technologieaktien w\u00fcrden wir auch weiterhin den Vorzug vor Value geben, denn hier liegt die Umbruchstelle der gesamten globalen \u00d6konomie.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem gro\u00dfen \u00dcberblick \u00fcber alle m\u00f6glichen Risiken, von denen ich bei vielen inst\u00e4ndig hoffe, dass sie sich nicht realisieren, bleibt mir, Ihnen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2024 zu w\u00fcnschen. Auch der Aufstieg auf den h\u00f6chsten Berg beginnt mit dem ersten Schritt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kay-Peter T\u00f6nnes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bad Homburg v.d.H., den 12.12.2023<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Disclaimer<\/h4>\n\n\n\n<p>Diese Unterlage der Antecedo Asset Management GmbH enth\u00e4lt Informationen, die aus \u00f6ffentlichen Quellen stammen, die wir f\u00fcr verl\u00e4sslich halten. Wir \u00fcbernehmen jedoch keine Garantie f\u00fcr die Richtigkeit oder Vollst\u00e4ndigkeit dieser Informationen. Antecedo beh\u00e4lt sich unangek\u00fcndigte \u00c4nderungen der in dieser Unterlage zum Ausdruck gebrachten Meinungen, Vorhersagen, Sch\u00e4tzungen und Prognosen vor und unterliegt keiner Verpflichtung, diese Unterlage zu aktualisieren oder den Empf\u00e4nger in anderer Weise zu informieren, falls sich eine dieser Aussagen ver\u00e4ndert hat oder unrichtig, unvollst\u00e4ndig oder irref\u00fchrend wird. Diese Unterlage dient ausschlie\u00dflich der Information und ist nicht auf die speziellen lnvestmentziele, Finanzsituationen oder Bed\u00fcrfnisse individueller Empf\u00e4nger ausgerichtet. Bevor ein Empf\u00e4nger auf Grundlage der in dieser Unterlage enthaltenen Informationen oder Empfehlungen handelt, sollte er abw\u00e4gen, ob diese Entscheidung f\u00fcr seine pers\u00f6nlichen Umst\u00e4nde passend ist, und sollte folglich seine eigenst\u00e4ndigen lnvestmententscheidungen, wenn n\u00f6tig mithilfe eines unabh\u00e4ngigen Finanzberaters gem\u00e4\u00df seiner pers\u00f6nlichen Finanzsituation und seinen lnvestmentzielen treffen. Diese Unterlage ist kein Angebot oder Teil eines Angebots zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten, noch stellt diese Unterlage eine Grundlage f\u00fcr irgendeinen Vertrag oder irgendeine Verpflichtung dar. Antecedo haftet f\u00fcr diese Unterlage oder die Verwendung ihrer Inhalte nicht.<br><br>Vergangenhe\u0131tswerte sind keine Garantie f\u00fcr zuk\u00fcnftige Wertentw\u0131cklungen. Es kann daher nicht garantiert, zugesichert oder gew\u00e4hrleistet werden, dass ein Portfolio die in der Vergangenheit erzielte Wertentwicklung auch in Zukunft erreichen wird. Eventuelle Ertr\u00e4ge aus Investitionen unterliegen Schwankungen; der Preis oder Wert von Finanzinstrumenten, die in dieser Unterlage beschrieben werden, kann steigen oder fallen. lm \u00dcbrigen h\u00e4ngt die tats\u00e4chliche Wertentwicklung eines Portfolios vom Volumen des Portfolios und von den vereinbarten Geb\u00fchren und fremden Kosten ab. Bei den in dieser Unterlage eventuell enthaltenen Modellrechnungen handelt es sich um beispielhafte Berechnungen der m\u00f6glichen Wertentwicklungen eines Portfolios, die auf verschiedenen Annahmen (z. B. Ertrags- und Volatilit\u00e4tsannahmen) beruhen. Die tats\u00e4chliche Wertentwicklung kann h\u00f6her oder niedriger ausfallen &#8211; je nach Marktentwicklung und dem Eintreffen der den Modellrechnungen zugrunde liegenden Annahmen. Daher kann die tats\u00e4chliche Wertentwicklung nicht gew\u00e4hrleistet, garantiert oder zugesichert werden.<br><br>F\u00fcr die Einhaltung der angestrebten Wertuntergrenze kann weder die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) noch ein anderes mit ihr verbundenes Unternehmen eine rechtliche Garantie oder Gew\u00e4hr abgeben. Daher sollten sich Investoren bewusst sein, dass m\u00f6glicherweise in dieser Unterlage genannte Wertsicherungskonzepte keinen vollst\u00e4ndigen Verm\u00f6gensschutz bieten k\u00f6nnen. Die KVG kann somit nicht garantieren, zusichern oder gew\u00e4hrleisten, dass das Portfolio die vom Investor angestrebte Entwicklung erreicht, da ein Sonderverm\u00f6gen stets Risiken ausgesetzt ist, welche die Wertentwicklung des Portfolios negativ beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen und auf welche die KVG nur begrenzte Einflussm\u00f6glichkeit hat. Ohne vorherige schriftliche Zustimmung von Antecedo darf\/d\u00fcrfen diese Unterlage, davon gefertigte Kopien oder Teile davon nicht ver\u00e4ndert, kopiert, vervielf\u00e4ltigt oder verteilt werden. Mit der Entgegennahme dieser Unterlage erkl\u00e4rt sich der Empf\u00e4nger mit den vorangegangenen Bestimmungen einverstanden.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.antecedo.eu\/en\/aktuelles\/publikation\/Kapitalmarktausblick.html\/?file=files\/antecedo\/artikel\/publikationen\/Antecedo%20Newsletter%20Q4_2023.pdf\">PDF laden<\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das gr\u00f6\u00dfte \u00f6konomische Risiko ist weg. 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